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Mütter
„Innerhalb von fünf Sekunden hat sich mein Leben völlig verändert.“
(Zitat einer Mutter bei einem Themenabend 2006)
Die Offenlegung oder die Vermutung, dass die eigene Tochter Opfer sexueller Gewalt wurde, löst in der Regel stark belastende und verwirrende Gefühle bei Müttern aus. Je nachdem, wer der Täter oder die Täterin ist oder war, kann das Wissen um einen sexuellen Missbrauch den Zusammenbruch der eigenen Lebenskonzepte bedeuten und weit reichende Konsequenzen haben. Um ihre Tochter zu schützen, müssen Mütter eventuell ihre Wohnung verlassen oder den Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie oder ihrem sozialen Umfeld abbrechen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter kann stark belastet und das Vertrauen zwischen beiden untergraben werden. Häufig fühlen sich Mütter vom Täter ebenso manipuliert wie die betroffenen Mädchen oder jungen Frauen.
Um Mütter in dieser schwierigen Lebenssituation zu unterstützen, bieten wir ein eigenständiges Beratungsangebot für Mütter an.
Sie können zu uns kommen oder einen Termin vereinbaren, wenn Sie:
- über Ihre eigenen Gefühle, Belastungen, Probleme (zum Beispiel Wut, Schuld und Ohnmachtsgefühle) reden möchten
- Ihre Tochter bei der Verarbeitung der erlebten Gewalt unterstützen möchten
- Angst haben, etwas falsch zu machen
- Unterstützung brauchen beim Umgang mit „den Verhaltensauffälligkeiten“ Ihrer Tochter oder Fragen zur Erziehung haben
- vermuten, dass Ihre Tochter missbraucht wird
- Angst haben, dass Ihre Tochter noch Kontakt zum Täter hat
- Ihre Tochter von übergriffigen „Doktorspielen“ erzählt
- unsicher sind, ob Sie Ihrer Tochter glauben sollen oder nicht
- selbst als Zeugin vor Gericht geladen sind
Die Einzelberatung dauert ungefähr 60 Minuten und ist kostenlos.